Ich bin dann mal in einem Parallel-Universum
„Bevor ich endgültig zu alt für so einen Quatsch bin, mach ich nochmal ein LARP“ sagte ich, buchte auf dem Larphof ein Anfänger-Con und ging letzten Freitag bis Sonntag IT.
Oh, entschuldigung, das versteht ja wieder niemand....
Also:
Ich bin Rollenspielerin und habe bisher auf Papier und mit Würfeln das Böse gejagt. Nunmehr seit 19 Jahren (Ja, Oliver, wirklich!!). Ich war Besitzerin eines Spieleladens. Das so genannte Live-Rollenspiel, bei dem man sich verkleidet, „in echt“ eine Rolle spielt (echt nur in Abgrenzung vom Papier-Rollenspiel, natürlich bleibt es immer noch das Spiel einer Rolle) und mit Latex-Waffen (sage niemals NICHT Plastikwaffen! Dann wirst du im echten Echt erschlagen!) aufeinander einprügelt, fehlte mir noch in meiner a-1000-nerd-things-to-do-before-you-die Sammlung. Genug der Klammern. Wie soll ich nun am besten erklären, was ich da gemacht habe?
Oh, entschuldigung, das versteht ja wieder niemand....
Also:
Ich bin Rollenspielerin und habe bisher auf Papier und mit Würfeln das Böse gejagt. Nunmehr seit 19 Jahren (Ja, Oliver, wirklich!!). Ich war Besitzerin eines Spieleladens. Das so genannte Live-Rollenspiel, bei dem man sich verkleidet, „in echt“ eine Rolle spielt (echt nur in Abgrenzung vom Papier-Rollenspiel, natürlich bleibt es immer noch das Spiel einer Rolle) und mit Latex-Waffen (sage niemals NICHT Plastikwaffen! Dann wirst du im echten Echt erschlagen!) aufeinander einprügelt, fehlte mir noch in meiner a-1000-nerd-things-to-do-before-you-die Sammlung. Genug der Klammern. Wie soll ich nun am besten erklären, was ich da gemacht habe?
Also erst einmal im Ernst: Die LARPs kamen ca. Mitte der 90er in
Deutschland auf und erhielten mit der Verfilmung vom Herrn der Ringe
starken Aufwind. Vorurteile bzw. persönlich schlechte Erfahrungen mit
„komischen“ Spielern und der hohe Aufwand hielten mich immer davon ab,
es mal auszuprobieren. Nicht einmal die Viersener Gruppe, die ich damals
bei „Würfel und Karten“ zu meinen Ladenkunden zählte, konnte mich
überzeugen. Dann kam ich vor kurzem über ein Buch wieder auf das Thema
und fand nach kurzer Recherche im Internet besagten Larphof, der gerade
mal 50 km weit weg ist und auch noch eine Anfängerveranstaltung (Con
oder Convention genannt) anbietet. Klamotten von der Schwester einer
Freundin geliehen und nichts wie hin....
Komische Leute waren da nicht. Jedenfalls nicht komischer als anderswo.
Vor allem beruhigte mich, dass die von mir heimlich befürchteten männlichen "wir-wollen-einfach-mit-Latexwaffen-rumprügeln-Jugendlichen" gar nicht da waren. Da es ein Familien-Con war, gab es einen Haufen Kinder und vor allem konnte ich den Altersschnitt nicht entscheidend in eine Richtung beeinflussen.
Ich wurde superfreundlich von der Inquisiteurin Nao empfangen, erst einmal herumgeführt und konnte mir alles ansehen. Das machte auf mich dann doch wiederum einen komischen Eindruck. Nix halbes und nix Ganzes. Künstlich aber irgendwie echt. Jedenfalls nicht einladend. Der Versuch der Beschreibung scheitert gerade. Dann gab es eine Ansprache, wo die wichtigsten Begriffe und Handzeichen erklärt wurden (z.B. was man macht, wenn man sich „in echt“ also Outtime verletzt), man zog sich um und plötzlich war man jemand ganz anders.
Anfangs kam es mir etwas komisch vor, aber es klappte nach kürzester Zeit einfach prima – ok, ich hatte mir als Charakter eine einfache Bauersfrau auf der Flucht vor Räubern ausgesucht, kein Plan von nix und zum ersten Mal in einer großen Stadt namens Pandor. Insofern konnte Intime (IT = im Spiel) wie OT (das Gegenteil) nix schief gehen ;-) Zusammen mit einem jungen Katzenwesen bekam ich eine Stadtführung, erfuhr über die Geschichte der Stadt und lernte viele interessante bis beängstigende Leute kennen. Am nächsten Tag bekam ich von der Hauptfrau der Stadtwache Waffentraining und lernte von einem Paladin lesen und schreiben. Aufregende Tage! Im Gegensatz zum Papier-RPG, in dem man etwas ansagt und dann ist das nach erfolgreichem Würfelwurf so, wird alles ausgespielt. Ich habe also Echtzeit mindestens 1 Stunde das Schwertschwingen und genauso lange lesen geübt....
Jetzt bin ich angefixt (Verdammt, das hab ich befürchtet) und will wieder hin. Warum? Weil es Spaß macht. Einfach so. Eine tolle Erfahrung, sogar für Menschen, die mit Fantasy gar nicht viel am Hut haben, sondern sich nur gern verkleiden. Und ich hoffe, dass ich Katzenfrau Leona und ihren Vater, Händler Barnabas, nun der Alchemie verschrieben, sowie den „schönen Ork“ Gangor und die Drow Charrista bald wiedersehe. Vielleicht werde ich zu einer Hochzeit eingeladen...?
P.S. Auf jedem Con gibt es eine Geschichte, ein Rätsel, ein Geschehen, das es aufzuklären gilt, den so genannten Plot. Wie man unschwer erkennen kann, ist der an mir so gut wie vorbeigegangen. Aber das macht nichts, das soll normal sein am Anfang. Das ist ja das Schöne, man hat so viele andere Möglichkeiten.....
Komische Leute waren da nicht. Jedenfalls nicht komischer als anderswo.
Vor allem beruhigte mich, dass die von mir heimlich befürchteten männlichen "wir-wollen-einfach-mit-Latexwaffen-rumprügeln-Jugendlichen" gar nicht da waren. Da es ein Familien-Con war, gab es einen Haufen Kinder und vor allem konnte ich den Altersschnitt nicht entscheidend in eine Richtung beeinflussen.
Ich wurde superfreundlich von der Inquisiteurin Nao empfangen, erst einmal herumgeführt und konnte mir alles ansehen. Das machte auf mich dann doch wiederum einen komischen Eindruck. Nix halbes und nix Ganzes. Künstlich aber irgendwie echt. Jedenfalls nicht einladend. Der Versuch der Beschreibung scheitert gerade. Dann gab es eine Ansprache, wo die wichtigsten Begriffe und Handzeichen erklärt wurden (z.B. was man macht, wenn man sich „in echt“ also Outtime verletzt), man zog sich um und plötzlich war man jemand ganz anders.
Anfangs kam es mir etwas komisch vor, aber es klappte nach kürzester Zeit einfach prima – ok, ich hatte mir als Charakter eine einfache Bauersfrau auf der Flucht vor Räubern ausgesucht, kein Plan von nix und zum ersten Mal in einer großen Stadt namens Pandor. Insofern konnte Intime (IT = im Spiel) wie OT (das Gegenteil) nix schief gehen ;-) Zusammen mit einem jungen Katzenwesen bekam ich eine Stadtführung, erfuhr über die Geschichte der Stadt und lernte viele interessante bis beängstigende Leute kennen. Am nächsten Tag bekam ich von der Hauptfrau der Stadtwache Waffentraining und lernte von einem Paladin lesen und schreiben. Aufregende Tage! Im Gegensatz zum Papier-RPG, in dem man etwas ansagt und dann ist das nach erfolgreichem Würfelwurf so, wird alles ausgespielt. Ich habe also Echtzeit mindestens 1 Stunde das Schwertschwingen und genauso lange lesen geübt....
Jetzt bin ich angefixt (Verdammt, das hab ich befürchtet) und will wieder hin. Warum? Weil es Spaß macht. Einfach so. Eine tolle Erfahrung, sogar für Menschen, die mit Fantasy gar nicht viel am Hut haben, sondern sich nur gern verkleiden. Und ich hoffe, dass ich Katzenfrau Leona und ihren Vater, Händler Barnabas, nun der Alchemie verschrieben, sowie den „schönen Ork“ Gangor und die Drow Charrista bald wiedersehe. Vielleicht werde ich zu einer Hochzeit eingeladen...?
P.S. Auf jedem Con gibt es eine Geschichte, ein Rätsel, ein Geschehen, das es aufzuklären gilt, den so genannten Plot. Wie man unschwer erkennen kann, ist der an mir so gut wie vorbeigegangen. Aber das macht nichts, das soll normal sein am Anfang. Das ist ja das Schöne, man hat so viele andere Möglichkeiten.....

Oliver Mittwoch, September 01, 2010 03:41 PM
Yvonne Samstag, September 25, 2010 07:54 AM
Ich wünschte nur, ich hätte die Zeit, alles auszuprobieren, was mich interessiert...
Dina Dienstag, September 28, 2010 03:42 PM
Nächstes Mal kommst du mit!! Kleidung hast du ja schon. die liegt nur im Moment bei mir!