Dinas Tagebuch

Nicht mal Fliegen ist schöner....

Archiv Januar 2012:

Linkshänder-Mobbing

Meistens fällt es mir nicht besonders auf, Linkshänderin in einer "verkehrten" Welt zu sein, ich bin es schließlich schon mein Leben lang nicht anders gewohnt. Es war eine größere Herausforderung, als Kind ordentlich an die Tafel zu schreiben, als heute unmöglich liegende Bedientasten auf technischen Geräten zu drücken. Notfalls bin ich mit der rechten Hand immer noch einigermaßen geschickt. Und darüber, beim Trinken nicht das hübsche Dekor auf meiner Tasse zu sehen, bin ich auch ohne Trauma hinweggekommen.

Ach ja, und beim Kartoffelschälen sollte man mir nicht zusehen, wenn man dabei Angst um meine Finger hat. Das einzige, was für mich - warum auch immer - eine Herausforderung war, ist und bleiben wird, sind Dosenöffner.

Aber was mich wirklich, wirklich, wirklich und immer wieder nervt sind: Zu kurz angebundene Kulis!

Ja, es kommt vor, liebe Tankstellen- und Drogeriemarktbesitzer, dass ein mit der linken Hand schreibender Mensch mit der EC-Karte bezahlt und dann unterschreiben soll. Ja, bei aller Ambidextrie, schreiben gehört in der Regel zu den Dingen, die man nur mit einer Hand beherrscht. Und nein, es ist nicht lustig, die Unterschrift mit verrenktem Arm auf dem Stapel Snickers zu leisten, weil man ja irgendwie mit der rechten Hand auch noch diesen fitzeligen Kassenbon festhalten muss und der Kuli sodann nicht einmal an den für die Unterschrift vorgesehenen Bereich heranreicht. 

Mir so geschehen zuletzt an der Tankstelle. Der Kuli war so kurz angebunden, dass es nicht einmal möglich war, Hand (links) und Kassenbon (rechts) nebeneinander auf der Ablage zu platzieren. Das war nicht das erste Mal, aber das extremste, so dass dieses Ärgernis es nun bis ins Tagebuch geschafft hat. Leute, schafft euch doch für die 10% eurer Mitmenschen freilaufende Ersatzkulis an!

Ich unterschreibe demnächst mit rechts. Merkt sowieso keiner - Erspart mir aber einen ordentlichen Krampf in meiner Präferenz-Hand.


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