Dinas Tagebuch

Nicht mal Fliegen ist schöner....

Bekanntschaften - Genealogie Teil 2

Ich gebe zu, dass ich meine Suche mit dem gestartet habe, was manche euphemistisch bereits als „Recherche“ bezeichnen: Ich habe meinen Namen gegooglet…

Auf diese Weise habe ich den Inhaber der Domain www.menschig.de kennengelernt. Da sein Großonkel, der sich bereits umfassend mit der Familiengeschichte beschäftigt hat, seiner Großmutter eine wunderschön gezeichnete Ahnentafel hinterlassen hat, ist das ganz einfach: Unsere Urgroßväter waren Brüder. Ein was-auch-immer wievielten Grades er nun ist, mag sich jeder selbst herleiten. Ein Neffe jenes malenden Onkels ist nach Ecuador ausgewandert. Mit ihm stehe ich nun ebenfalls in Kontakt und erhalte beständig neue Informationen.

Ein bemerkenswerter Zufall ist, dass in dieser Linie mehrere Ingenieure, darunter ein ausdrücklicher Papier-Ingenieur zu finden ist. In dem Bereich ist auch mein Vater bis zu Renteberufstätig gewesen (und nein, ich glaube nicht, dass sich solche Vorlieben vererben ;-) ).

Auch sonst – dank der Seltenheit meines Nachnamens! – habe ich einige Kontakte knüpfen können, die mich weitergebracht haben. Ein Forum hat mich auf die Spur einer ausgewanderten Familie nach La Feria, Texas gebracht. Darüber wiederum habe ich das tschechische Staatsarchiv kennengelernt, das auf seinen Seiten alte digitalisierte Kirchenbücher zur Verfügung stellt. Jetzt kann die erste „echte Recherche“ beginnen. Zu den Ergebnissen komme ich in Teil 3.

Des Weiteren hat mich Google zu den Seiten des Netzwerkes Vereins für Computergenealogie (www.genealogy.net)geführt. Besonders interessant sind die erfassten Ortfamilienbücher. Ahnenforscher haben sich jene alten Kirchenbüchervorgenommen und die Stammbäume der Familien eines Ortes rekonstruiert. Andersgesagt haben sie Anfängern wie mir das mühselige und frustrierende Durchforsten und Entziffern der Kirchenbücher abgenommen, indem sie alles schön leserlich in eine abfragbare Datenbank gepackt haben.

Ich liebe das Internet… :-)

Darüber hinaus habe ich weitere Kontakte zu Personen überwiegend im süddeutschen Raum knüpfen können, mit denen ich (vielleicht) verwandt bin.

Immer wieder habe ich Aussagen wie „Die Mormonen haben ganz viele Unterlagen.“ oder „Guck doch mal bei den Mormonen.“ Zu hören bekommen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich begriffen habe, dass damit das Angebot der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (engl. Church of Jesus Christ of Latter-day Saints) und ihre Seite www.familysearch.org gemeint ist. Die Kirche Jesu Christi ist vor allem in den 60-80er Jahren durch die gesamte Welt gereist und hat Millionen (!!!) von Kirchenbüchern auf Mikrofilmen archiviert. Diese kann man anfordern und auf wundervoll anachronistischen Apparaten in den Family Search Centern ansehen. Ich habe vor 1 Monat die ersten beiden Rollen bestellt und arbeite diese nun durch. Der zweite Teil der ernsthaften Recherche.

Alle Suchen lieferten bereits Ergebnisse. Zu denen komme ich im dritten Teil.


(Fortsetzung folgt: Teil 3 – Erste Ergebnisse)

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