Dinas Tagebuch

Nicht mal Fliegen ist schöner....

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One day in foggy November* - Jamiroquai

Vor ungefähr einem Jahr haben wir Karten für ein Jamiroquai-Konzert im April 11 gekauft, das wegen Grippe des Sängers abgesagt wurde. Jetzt am 20. November sollte das Nachholkonzert sein.

Man könnte wirklich an ein komisches Schicksal glauben, das in dieses Konzert reinfunkt. Irgendwie sollte es nicht sein. Es begann damit, dass Lars sich auf dem Rückflug von einem beruflichen Aufenthalt in London befand und erst einmal anrief, er käme eine halbe Stunde später. Soweit kein Problem.

Noch nicht. Denn dann folgten im Halbstundentakt die neuen Anrufe oder SMS-Meldungen, die irgendwann in der drohenden Absage des Fluges gipfelten. Ungefähr 16.30 dann ein hörbar entspannterer Anruf:

"Wenn ich nicht komme, fällt das Konzert aus."

"Werwiewas?"

"Ja, einer von der Band sitzt neben mir. Und einer hinter mir. Und Jay Kay sitzt da vorne."

"Das glaub ich jetzt nicht."

"Guck doch bei twitter nach, der neben mir twittert nämlich die ganze Zeit auf seinem iPhone."

Es war Rob Harris (@robkharris bei twitter), mit dem er sich in den folgenden Stunden über dieses jenes und welches unterhielt (das Highlight war wohl glutenfreier Kaffee). Ja, ein paar unfreiwillige Stunden im Flugzeug, lässt die Grenzen zwischen Musiker und Fan verschwimmen... ;-)

Im Ernst, Lars konnte entspannen, seine Begleiter wurden eher nervöser. Vielleicht war die Anwesenheit der Band auch der entscheidende Grund, das Flugzeug fliegen zu lassen, andere Flüge wurden nämlich annuliert. Tatsächlich schafften wir es dann um 20.15 in die Halle (Beginn wäre 20.00 gewesen) und um 21.30 fingen sie an zu spielen. Leider hörbar ohne Soundcheck und Probe am Nachmittag (logisch), was sich auch ein wenig auf die Stimmung des Publlikums auswirkte. Mir hat es trotzdem gefallen, nachdem der Toningenieur die Lautstärke einigermaßen regeln konnte.

*in Anspielung auf den Titel "Seven Days in Sunny June" - trifft leider nicht ganz den Rhythmus

They gave me fire!

Freitag, 10. Februar 1995: Philipshalle, Düsseldorf - New Model Army in concert

"Womit starten Army denn?"

""Here comes the war" wäre doch ein guter Opener"

"Nee, das können sie nicht machen, da drehen die Leute vollkommen durch"

Sie konnten und das Publikum drehte erwartungsgemäß - durch. Obwohl alle Jungs um uns Mädels einen festen Kreis bildeten, flogen wir auseinander und ich landete in einer Zeit, in der es "nur" undifferenziert Pogo gab und in der man in DocMartens mit Stahlkappen zu Indie-Konzerten ging, auf dem Boden. Um mich herum nur Beine, Stahlkappen und Bewegung. Zweimal versuchte ich, mich aufzurappeln, kam aber nicht auf die Beine, weil ich sofort wieder das Gleichgewicht verlor, sobald ich nur kniete und weil es keine Möglichkeit gab, die Hände abzustützen. Erst ein bulliger Typ bemerkte mich, stellte sich breitbeinig über mich und zog mich zwischen seinen Beinen hoch. 

Montag, 30. Oktober 1995: Köln, E-Werk – Levellers in concert

Bei den Levellers ist eigentlich alles ganz harmlos. Es wird weniger gepogt, ist nicht so voll und eigentlich ganz entspannt. Eigentlich.... Ich verließ trotzdem kurz nach Beginn fluchtartig den Raum und sah mir den Rest des Konzerts leicht panisch aus sicherer Entfernung an.

Ich wollte nie wieder auf ein Konzert und Menschenmengen fand ich ab der Zeit auch doof. Überhaupt wird Musik überbewertet, fand ich.  


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